Notarkosten für Ihr Testament berechnen
Die Beurkundungsgebühr folgt dem Geschäftswert und dem Gebührensatz im GNotKG. Zur Rechnung kommen weitere Positionen hinzu. Für ein neu errichtetes Einzeltestament oder gemeinschaftliches Testament zeigt der Rechner auch die amtliche Verwahrung und das Testamentsregister. Noch unbekannte Auslagen bleiben ausdrücklich offen.
Gebührenorientierung für die üblichen Vorgänge, keine Kostenrechnung. Bei Testamenten: Verfügung über den ganzen Nachlass. Sondergegenstände bitte mit dem Notariat klären.
Gemeinsame Werte nur mit dem jeweiligen Anteil eintragen, nicht doppelt. Der Schuldenabzug wird für jede Person gesondert auf die Hälfte ihres Vermögens begrenzt.
Ihre Beträge werden zur Berechnung an ErbKlar übertragen und nicht gespeichert. Der Textdownload entsteht anschließend in Ihrem Browser.
Ihr Ergebnis erscheint hier.
So geht es
- Vorgang wählenWählen Sie den konkreten Vorgang. Die Unterschriftsbeglaubigung in diesem Rechner betrifft ausschließlich Vollmachten, kein Testament.
- Vermögen und Schulden eintragenVermögen vor dem Schuldenabzug eingeben. Beim gemeinschaftlichen Testament beide Personen getrennt erfassen; gemeinsame Werte nur mit dem jeweiligen Anteil.
- Gebühr ablesenLesen Sie die einzelnen Positionen und die noch offenen Kosten. Das Kostenblatt können Sie zur Vorbereitung des Gesprächs herunterladen.
Beispiel: Welche Kosten entstehen jetzt?
Einzeltestament, 200.000 Euro Vermögen, keine Schulden: 435,00 Euro Beurkundungsgebühr plus 82,65 Euro Umsatzsteuer, 82,00 Euro besondere amtliche Verwahrung und 12,50 Euro Registergebühr bei Einzug durch das Notariat ergeben 612,15 Euro. Das ist die Zwischensumme ohne noch unbekannte Auslagen und deren Steuer. Die spätere Eröffnung ist darin nicht enthalten.
Die Registergebühr entsteht je testierender Person: beim gemeinschaftlichen Testament zweimal. Sie beträgt jeweils 12,50 Euro bei Einzug durch das Notariat oder 15,50 Euro bei direkter Erhebung durch das Register. Auf Verwahrung und Registergebühren wird keine Umsatzsteuer aufgeschlagen.
Beim gemeinschaftlichen Testament begrenzt der Rechner den Schuldenabzug je Person. Beispiel: Person 1 besitzt 300.000 Euro und schuldet 250.000 Euro, Person 2 besitzt schuldenfrei 100.000 Euro. Die Geschäftswerte sind 150.000 plus 100.000, zusammen 250.000 Euro. Ein gemeinsamer Schuldenabzug vom Gesamtvermögen würde hier zu niedrig rechnen.
Dieser Kostenrahmen wurde am 13.10.2026 anhand der unten verlinkten Normen und der Bundesnotarkammer geprüft. Gebührenbefreiungen und besondere Verfügungsgegenstände sind nicht berechnet. Verbindlich bleibt die Kostenrechnung des Notariats.
Testament beglaubigen oder beurkunden lassen?
Eine Unterschriftsbeglaubigung bestätigt die Unterschrift. Sie ersetzt keine notarielle Testamentserrichtung nach § 2232 BGB und macht einen lediglich ausgedruckten, unterschriebenen Text nicht zum eigenhändigen Testament nach § 2247 BGB. Im Rechner bezieht sich die Beglaubigungsoption ausschließlich auf eine Vorsorge- oder Generalvollmacht.
Der Kostenvergleich entscheidet nicht, welche Testamentsform oder Gestaltung für Ihre Familie geeignet ist. Klären Sie diese Frage im Beratungsgespräch. Der Rechner vermittelt keinen Termin, prüft keinen Entwurf und übermittelt nichts an ein Register.
Testamentsformen und ihre Grenzen vergleichen
Zwei Gebührensätze, unterschiedliche Gesamtkosten
Für die Beurkundung einer einseitigen Verfügung von Todes wegen fällt eine 1,0-Gebühr an, mindestens 60 Euro (KV 21200 GNotKG). Für ein gemeinschaftliches Testament oder einen Erbvertrag ist es eine 2,0-Gebühr, mindestens 120 Euro (KV 21100 GNotKG). Das Berliner Testament von Eheleuten ist ein gemeinschaftliches Testament. Doppelt ist der Gebührensatz bei gleichem Geschäftswert, nicht jede Position der späteren Rechnung.
Die günstigste Form kostet gar nichts: Ein Testament, das Sie vollständig eigenhändig schreiben und unterschreiben, ist ohne Notar wirksam (§ 2247 Abs. 1 BGB). Ort und Datum sowie Vor- und Familienname in der Unterschrift sind Soll-Angaben (§ 2247 Abs. 2 und 3 BGB), aber jede von ihnen erspart im Streitfall eine Beweisfrage. Auch Eheleute können ein gemeinschaftliches Testament handschriftlich errichten: Einer schreibt, beide unterschreiben (§ 2267 BGB). Ausgedruckt ist es dagegen formunwirksam, gleich wie sorgfältig es formuliert ist – die Handschrift ist die Form, nicht die Verzierung.
Bei 300.000 Euro Geschäftswert beträgt die einfache Gebühr nach Tabelle B 635 Euro. Ein Einzeltestament kostet damit 635 Euro, ein Berliner Testament 1.270 Euro. Darauf berechnet das Notariat noch die Umsatzsteuer (KV 32014 GNotKG), dazu kommen die Auslagen.
Der Geschäftswert ist nicht das Vermögen
Bei der Beurkundung einer Verfügung von Todes wegen ist der Geschäftswert der Wert des Vermögens; Schulden des Erblassers werden abgezogen, aber höchstens bis zur Hälfte des Vermögenswertes (§ 102 Abs. 1 GNotKG). Wer 400.000 Euro Vermögen und 300.000 Euro Schulden hat, rechnet also nicht mit 100.000 Euro, sondern mit 200.000 Euro.
Im Erbscheinsverfahren gilt eine andere Regel: Dort ist der Geschäftswert der Wert des Nachlasses im Zeitpunkt des Erbfalls, und die vom Erblasser herrührenden Verbindlichkeiten werden voll abgezogen (§ 40 GNotKG). Derselbe Nachlass führt deshalb je nach Vorgang zu verschiedenen Werten – der Rechner unterscheidet das.
Was ein notarielles Testament später spart
Ein notariell beurkundetes Testament mit Eröffnungsprotokoll ersetzt in der Regel den Erbschein. Weil der Erbschein zwei Gebühren auslöst (Verfahren und eidesstattliche Versicherung, zusammen 2,0), kann die Beurkundung zu Lebzeiten unter dem Strich günstiger sein als der Erbschein danach – bei gleichem Geschäftswert. Ausgerechnet wird das hier für beide Wege.
Post- und Dokumentenauslagen sowie ihre Umsatzsteuer stehen erst im Einzelfall fest. Der Rechner setzt sie nicht mit null an. Bei Erbvertrag, Erbschein und Vollmacht bleibt das Ergebnis auf die beschriebenen Gebühren begrenzt; eine vollständige Rechnung entsteht daraus nicht.
Quellen und amtliche Anlaufstellen
- Gesetz: GNotKG, Kostenverzeichnis mit KV 12100, 21100, 21200 und 32014
- Gesetz: GNotKG, Tabelle B
- Gesetz: § 102 GNotKG, Wert und Schuldenabzug
- Gesetz: § 35 GNotKG, mehrere Verfahrensgegenstände
- Gesetz: § 34 BeurkG, besondere amtliche Verwahrung
- Bundesnotarkammer: Registerkosten je testierender Person
- Gesetz: § 2232 BGB, notarielles Testament
- Gesetz: § 2247 BGB, eigenhändiges Testament
Häufige Fragen
Kann ich Notarkosten verhandeln?
Nein. Die Gebühren sind im GNotKG gesetzlich festgelegt; ein Notar darf weder mehr noch weniger verlangen. Unterschiede zwischen Notariaten gibt es nur bei den Auslagen.
Rechnet ErbKlar Notarkosten ab?
Nein. Sie zahlen Ihr Notariat direkt, es gibt keinen Zahlungsweg über ErbKlar und keine Vermittlung. Wir rechnen die Gebühr aus, damit Sie die Zahl vorher kennen.
Bis zu welchem Wert rechnet der Rechner?
Bis 5 Millionen Euro Geschäftswert. Bis 3 Millionen liest er die amtliche Tabelle B ab; darüber rechnet er nach der Staffel des § 34 Abs. 2 GNotKG. Über 5 Millionen gibt er keine Zahl aus, sondern sagt warum – dort gibt es keine Tabelle mehr, an der sich das Ergebnis nachprüfen liesse.
Kommt Umsatzsteuer dazu?
Auf die Gebühren des Notars ja (KV 32014 GNotKG). Die Gerichtsgebühren des Erbscheinsverfahrens tragen keine Umsatzsteuer – der Rechner unterscheidet das.
Alle Funktionen inklusive. Keine Kreditkarte.
Vorsorge-Dokumente vorbereitenTabelle B nach Anlage 2 GNotKG · Ohne Anmeldung, keine Speicherung · Kein Aufschlag, keine Vermittlung
Gerechnet werden die Gebühren nach dem GNotKG aus dem Wert, den Sie eintragen. ErbKlar bewertet keinen Nachlass und ermittelt keinen Verkehrswert. Auslagen kommen hinzu; verbindlich ist die Kostenrechnung Ihres Notariats. Ob die notarielle Form für Ihren Fall die richtige ist, ist eine Gestaltungsfrage – das ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.